Kunstrasen und Tennisgranulat - krebserregend?

  • Gefährden schwarze Recycling-Füllstoffe aus Autoreifen die Gesundheit der Nutzer von Kunstrasenplätzen ?

MARA Sportsysteme baut keine SBR-Granulate ein!

(Auszüge aus einem Bericht von Dipl.-Ing. S. Lukowski; Sachverständiger für Sportplatzbau)

Kunstrasenbeläge werden nicht nur mit Quarzsand verfüllt, sondern auch mit Gummigranulaten, die, sofern z.B. als EPDM-Granulat (zumeist grün) hergestellt, in der Regel unbedenklich sind.
Besonders auf Umsatz bedachte Anbieter preisen aber auch schwarze oder graue Recycling-Granulate als Füllstoff an, die erheblich billiger sind.

Kritische, aber billigere SBR - Füllstoffe und damit lungengängige toxische Feinstäube zur Erhöhung des Aufforderungscharakters einer Sportfläche einzusetzen, für die Jugendarbeit und im Sinne von “Gesundheit durch Sport” ist verantwortungs- und gewissenlos.

Nicht nur das ARD-Magazin “Kontraste” hat auf die hohen Konzentrationen an Krebs erregenden Kohlenwasserstoffen in Autoreifen hingewiesen.

19.08.2005: Große Beachtung hat eine Studie der schwedischen Chemikalieninspektionen gefunden. Nach dieser kann die Benutzung von Kunstrasenplätzen zu Gesundheitsgefährdungen führen. Insbesondere die schwarzen Gummikügelchen, die wegen ihrer stoßdämpfenden Wirkung als Füllmaterial dienen, enthalten krebserregende Stoffe.

Es kann zwischen zwei Arten von Granulat ausgewählt werden:

  • SBR-Granulat
    ein Recycling-Produkt aus Fahrzeugreifen oder Industrieabfällen
    (Dichtungen, Manschetten etc.)
  • EPDM-Granulat
    das extra für Sportanlagen hergestellt wird. Aufgrund der großen Preisdifferenz (EPDM-Granulat kostet etwa 1.000 EUR/t, SBR-Granulat hingegen nur etwas 160 EUR/t) wird meist das Recycling-Granulat verwendet.


Die UEFA bemerkt hierzu:

  1. Recyceltes Gummigranulat bietet keine Garantie bezüglich einer konstanten Qualität (z.B. Verhärtung unter UV- Strahlung)
  2. variiert stark in Bezug auf die enthaltenen Schadstoffe,
  3. entspricht dadurch nicht immer den nationalen Umwelt- vorschriften
  4. kann das Grundwasser durch Zink, Cadmium, Quecksilber und andere Schadstoffe gefährden.

In Berlin ist man den internationalen Verbänden bereits einen Schritt voraus: Der Berliner Fußball-Verband hat unlängst das schwarze Recycling-Gummigranulat verboten, da die Hersteller keine Garantie in Bezug auf die Inhaltsstoffe abgeben wollten und damit Ausgasungen sowie Auswaschungen befürchtet werden mussten.“ Gleiches gilt für toxische Feinstäube.

Die Rede ist in den o.g. Berichten ausschließlich von Recycling-Gummi (SBR-Granulat) aus alten Autoreifen ( in der Regel schwarz und deutlich am Geruch erkennbar), Abfällen technischer Gummis, wie sie für Schläuche, Dichtungen usw. verwendet werden sowie zur Tarnung mit Farbpigmenten und PUR-Masse umhüllten Recyclinggummigranulaten.
Recyclate wurden hergestellt für andere Einsatzzwecke. Es ist daher nahezu ausgeschlossen, eine bestimmte Qualität mit gleich bleibenden Eigenschaften zu erhalten.

Die Ausführungen und Warnungen beziehen sich nicht auf frisch hergestellte EPDM-Granulate, bei den die Rezeptur nachvollzogen, überprüft und gewährleistet werden kann und damit auch die Einhaltung der gestellten spezifischen Anforderungen.

Zur Zeit führt der harte Preiskampf aber leider bereits im Vorfeld der Planung eines Kunstrasenplatzes bei einigen (nicht unbekannten) Firmen (Made in Germany) zu verantwortungslosen Beratungen der Vereine und weniger fachkundiger Bauherrn, mit dem Ziel, die kritischen aber billigeren Granulate einbauen zu lassen.




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